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Wie im letzten Beitrag erwähnt, mussten wir innert kürzester Zeit das Geld für eine Teilnahme am ‚Race around Ireland‘ zusammenbringen. Es hat geklappt. Die Finanzierung steht. Ich bin angemeldet Fährüberfahrten und Fähren sind gebucht. Irland wir kommen.

Es hat nicht wollen sein. Mit grossen Ambitionen reiste ich letzten Donnerstag nach Schaffhausen. Der ungewohnte Prolog über 1.6km am Donnerstagnachmittag konnte mit der zweitschnellsten Zeit absolvieren. Das war nicht ganz unbedeutend. Schneller als ich war nur der Kronfavorit und Überflieger, der Slowene Jure Robic.

Untypisch für einen Schweizer habe ich den Mund letzte Woche recht voll genommen. Den Sieg am 24h-Rennen habe ich schon fast als selbstverständlich herausposaunt. Wie ich es von mir selbst verlangt habe, konnte ich das Rennen dann auch für mich entscheiden. Ganz so leicht war es aber nicht.

Ende Juni wäre mein Start am Race across the Alps geplant gewesen. Richtig, wäre. Ich habe den Start dort abgesagt.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Einmal mehr muss ich diesem Spruch recht geben.

Den Start beim Race around Slovenien muss ich leider als Nullnummer abbuchen. Nach nur 360km habe ich bereits die Segel gestrichen. Aber alles der Reihe nach…

Nachdem mir der Arzt am Montag Nachmittag aus medizinischer Sicht grünes Licht für den Start in Slovenien geben konnte, war ich natürlich sehr erleichtert und freute mich, dass ich mich an dem Rennen mit den Besten messen kann. Die Ruhe hätte mir gut tun sollen. Von Freitag bis Dienstag habe ich mich kaum bewegt. Erst am Mittwoch bin ich in Postojna in der Tiefgarage eine Stunde gemütlich locker auf der Rolle gefahren. Als Aufwärmen für den Start am Donnerstag Abend musste das reichen. Eigentlich sagt man ja auch, so eine Woche vor dem Start kann man nicht zuwenig machen. Eigentlich…

Die letzten Tage wären eigentlich als gemütliche Erholung vor dem ersten Renneinsatz in Slowenien gedacht gewesen. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Am Freitag musste ich leider wieder einmal Flugunterricht nehmen. Auf einer Trainingsfahrt prallte ich mitten in der Stadt Rapperswil frontal mit einem Auto zusammen. Mit rund 35km/h prallte ich gegen ein abbiegendes Auto. Ich flog im hohen Bogen über das Fahrzeug und kam rund 3m dahinter zu liegen. Nach kurzer Gedenkpause („Hallo, was ist jetzt hier gerade eben passiert?“) konnte ich alleine wieder aufstehen. Ich war beinahe unversehrt. Der Oberschenkel fühlte sich etwas ‚komisch’ an. Aber im Grossen und Ganzen scheint mir der Schutzengel treu gewesen zu sein. Dem Velo aber leider nicht. Totalschaden!

Nun bin ich seit rund 10 Tagen bereits wieder zurück aus Spanien.

Ich habe es mal wieder perfekt getroffen. In der Woche vor meiner Abreise wurde die Gegend um Girona von einem Wintersturm heimgesucht. Der schlimmste seit 40 Jahren. Mehrere Strassen waren vorübergehend unpassierbar. Viele Dörfer tagelang ohne Strom. Am Samstag als ich in Tossa de Mar angekommen bin, hat sich die Lage weitgehend normalisiert. Das Wetter war auch sehr gut. Am Samstag noch etwas kühl. Während der Woche wurde es dann von Tag zu Tag wärmer. Am letzten Tag herrschten schon fast wieder sommerliche Temperaturen.

Heute Freitag Abend verreise ich für eine Woche an die Costa Brava ins Trainingslager. Während 8 Tagen setze ich einen Peak in meinem Grundlagentraining. Genau gleich wie im letzten Jahr. 2009 fuhr ich in diesen 8 Tagen 1‘600km mit etlichen Höhenmetern. In diesem Jahr bin ich formtechnisch noch etwas weiter, als im letzten Jahr um diese Zeit. Deshalb werde ich, wenn möglich, noch eine Schippe drauflegen.

Wie ich bereits vor einigen Wochen erwähnt habe, hat sich in den letzten Monaten einiges getan in meinem sportlichen Umfeld. Der neue Webauftritt ist hier nur ein Mosaikstein.
Ich will diese Seite möglichst aktiv halten, so dass es lohnt, sich immer wieder einzuklinken. Das Aktuellste ist auf dem Twitter-Feed links zu sehen. Dort werde ich auch von unterwegs berichten können.